Konstruktiv mit Widerstand im Workshop umgehen | Lerne Englisch auf Deutsch

English lesson set in a contemporary everyday setting in the United States: While planning a professional workshop, two colleagues discuss framing resistance around systems, evidence, and constructive disagreement..

DE → EN / Stufe: B2

Jeden Tag 10 Minuten kostenlos

Audiolektionen in der App fortsetzen

Worterklärungen werden passend zum Audio automatisch angezeigt.

Kein Login · synchronisierte Übersetzungen · Wiedergabe bei gesperrtem Bildschirm

Wähle deine Lernsprache und öffne diese Lektion in der App.

Audiolektion und Worterklärungen in der Kotobridge-App

Über diese Lektion

Mit Konstruktiv mit Widerstand im Workshop umgehen übst du Gesprächsausdrücke, Aussprache, Wortschatz, Grammatik und Quizfragen auf Englisch.

Dialog

A

Some participants may resist because the topic challenges existing habits.

Sam partissipants mei risist bikas da toppik tschällendschis igsisting häbits. Einige Teilnehmende könnten sich widersetzen, weil das Thema bestehende Gewohnheiten infrage stellt.
B

Resistance is likely if they feel blamed for past decisions.

Risistens is laikli if sei fiil bleimd for päst disischens. Widerstand ist wahrscheinlich, wenn sie das Gefühl haben, für frühere Entscheidungen verantwortlich gemacht zu werden.
A

We should frame the session around systems rather than individuals.

Ui schud freim da sesschen eraunt sistams rassar dan indiwidschuəlz. Wir sollten die Sitzung eher auf Systeme als auf Einzelpersonen ausrichten.
B

That reduces defensiveness and invites more honest discussion.

Dät riduuses difensiwness änd inweits mor onist diskaschn. Das verringert die Abwehrhaltung und ermöglicht eine ehrlichere Diskussion.
A

Could we include examples where reasonable people disagreed?

Kud ui inkluud igsämpəlz uär riisenabl piipəl disägriid? Könnten wir Beispiele einbeziehen, in denen vernünftige Menschen unterschiedlicher Meinung waren?
B

Those examples would show complexity without creating villains.

Dous igsämpəlz uud schou kampleksiti widaut kri-eiting willans. Diese Beispiele würden die Komplexität zeigen, ohne jemanden zum Bösewicht zu machen.
A

I want participants to practice disagreement constructively.

Ei uont partissipants tu präktis disägriimant konstraktiwli. Ich möchte, dass die Teilnehmenden üben, konstruktiv zu widersprechen.
B

Then we need clear rules for evidence and tone.

Den ui niid klir ruuls for ewidens änd toun. Dann brauchen wir klare Regeln für Belege und den Gesprächston.

Satzerklärungen

  1. Some participants may resist because the topic challenges existing habits.

    Einige Teilnehmende könnten sich widersetzen, weil das Thema bestehende Gewohnheiten infrage stellt.

    Some
    einige
    participants
    Teilnehmende
    may
    könnten
    resist
    sich widersetzen
    because
    weil
    the
    der/die/das
    topic
    Thema
    challenges
    stellt infrage
    existing
    bestehend
    habits
    Gewohnheiten
    Ausführliche Erklärung

    Some bezeichnet hier eine nicht näher bestimmte Teilmenge; die Aussage gilt also nicht für alle Teilnehmenden. Zum Vergleich: some participants bedeutet „einige Teilnehmende“, während all participants „alle Teilnehmenden“ bedeutet. participants ist der Plural von participant, also „Teilnehmende“. Das Wort bezeichnet Personen, die an etwas teilnehmen. Der Plural steht hier, weil von mehreren Personen die Rede ist. may drückt hier eine Möglichkeit aus: Es ist möglich, dass die Teilnehmenden Widerstand leisten. Das ist keine sichere Vorhersage. In einem einfachen Muster steht zum Beispiel They may leave. – „Sie gehen vielleicht.“ Nach may folgt das Verb in seiner Grundform. resist bedeutet hier „sich widersetzen“ oder „Widerstand leisten“. Die Grundform ist zugleich die Form nach may; es steht also nicht resists. Beispiel: Some people resist change. – „Manche Menschen widersetzen sich Veränderungen.“ because leitet den Grund ein. Das folgende Satzstück erklärt, warum Widerstand möglich ist. Ein wiederverwendbares Muster ist X may happen because Y – „X kann geschehen, weil Y.“ the markiert hier ein bestimmtes Thema, das im jeweiligen Zusammenhang identifizierbar ist. Der englische bestimmte Artikel unterscheidet nicht nach grammatischem Geschlecht; the kann vor Singular- und Pluralnomen stehen. topic bedeutet „Thema“. Die Form ist Singular; der Plural lautet topics. Hier ist es das Thema, das die Handlung im Nebensatz ausführt. challenges ist die dritte Person Singular im Präsens von challenge, „infrage stellen“ oder „herausfordern“. Das Subjekt ist the topic, daher steht beim Verb die Endung -s: The topic challenges .... Nach einem Pluralsubjekt wäre es The topics challenge .... existing beschreibt etwas, das bereits vorhanden ist. Es steht hier vor dem Nomen und grenzt die Gewohnheiten von möglichen neuen oder zukünftigen Gewohnheiten ab. Beispiel: They want to change existing rules. – „Sie wollen bestehende Regeln ändern.“ habits ist der Plural von habit, „Gewohnheit“. Gemeint sind hier bereits vorhandene Gewohnheiten; existing beschreibt also habits, nicht participants. Zusammen ergibt sich: Some participants setzt eine nicht näher bestimmte Gruppe von Teilnehmenden voraus. may resist sagt, dass deren Widerstand möglich ist. because the topic challenges existing habits nennt den Grund: Das bestimmte Thema stellt bereits vorhandene Gewohnheiten infrage. Die vollständige Bedeutung lautet daher: „Einige Teilnehmende könnten sich widersetzen, weil das Thema bestehende Gewohnheiten infrage stellt.“

  2. Resistance is likely if they feel blamed for past decisions.

    Widerstand ist wahrscheinlich, wenn sie das Gefühl haben, für frühere Entscheidungen verantwortlich gemacht zu werden.

    Resistance
    Widerstand
    is likely
    ist wahrscheinlich
    feel
    sich fühlen
    blamed
    verantwortlich gemacht
    past
    früher
    decisions
    Entscheidungen
    Ausführliche Erklärung

    Resistance ist hier ein unzählbares Nomen für Widerstand oder Gegenwehr. Es steht als Subjekt. Das verwandte Verb ist resist: Some people resist change. – „Manche Menschen wehren sich gegen Veränderungen.“ Als Nomen bezeichnet resistance die Reaktion, nicht die handelnden Personen. is likely verbindet be mit dem Adjektiv likely und bedeutet, dass etwas voraussichtlich eintreten wird. likely steht hier nach is; vor einem Nomen ist auch a likely result möglich („ein wahrscheinliches Ergebnis“). Zum Vergleich: unlikely bedeutet „unwahrscheinlich“. feel bedeutet hier „das Gefühl haben“ beziehungsweise „empfinden“. In feel + past participle beschreibt es, wie jemand eine Behandlung oder Bewertung erlebt: I feel ignored. – „Ich habe das Gefühl, ignoriert zu werden.“ Die Form feel ist hier die Grundform, weil sie nach dem pluralischen Subjekt they steht; bei he/she/it lautet die Präsensform feels. blamed ist die Partizipform von blame („jemandem die Schuld geben“). In feel blamed ist sie Teil einer passiven Bedeutung: Die betreffenden Personen erleben, dass man ihnen die Verantwortung zuschreibt. blame kann aktiv stehen: They blamed him. – „Sie gaben ihm die Schuld.“ Die Endung -ed macht hier keine Vergangenheitsform des ganzen Satzes; sie bildet die passive beziehungsweise beschreibende Form blamed. past ist hier ein Adjektiv und bedeutet „früher“ oder „vergangen“. Es beschreibt decisions, nicht blamed: past decisions sind Entscheidungen aus einer früheren Zeit. Das Gegenwort future bedeutet „zukünftig“. decisions ist der Plural von decision, also „Entscheidung“. Das Nomen hängt mit dem Verb decide („entscheiden“) zusammen. Der Plural wird regelmäßig mit -s gebildet: one decision, two decisions. Im Satz bezeichnet past decisions frühere Entscheidungen; daraus folgt nicht, dass diese Entscheidungen tatsächlich falsch waren. Zusammen ergibt Resistance is likely die Aussage „Widerstand ist wahrscheinlich“. if leitet die Bedingung ein. Das Subjekt they bezeichnet die im festen Kontext gemeinten Personen, ohne dass die Form selbst deren genaue Identität festlegt. feel blamed for past decisions bedeutet, dass sie das Gefühl haben, für frühere Entscheidungen verantwortlich gemacht zu werden. Der ganze Satz lautet daher: „Widerstand ist wahrscheinlich, wenn sie das Gefühl haben, für frühere Entscheidungen verantwortlich gemacht zu werden.“

  3. We should frame the session around systems rather than individuals.

    Wir sollten die Sitzung eher auf Systeme als auf Einzelpersonen ausrichten.

    We should
    wir sollten
    frame
    ausrichten; gestalten
    session
    Sitzung
    around
    mit … als Schwerpunkt
    systems
    Systeme
    rather than
    eher als; statt
    individuals
    Einzelpersonen
    Ausführliche Erklärung

    We should verbindet we („wir“) mit should. Es bezeichnet hier eine Empfehlung oder einen sinnvollen Vorschlag, nicht eine sichere Zukunftsaussage. Das Muster should + Grundform lautet zum Beispiel: We should wait. – „Wir sollten warten.“ Nach should steht also wait, nicht eine gebeugte Form. frame ist hier ein Verb und bedeutet „ausrichten“ oder „gestalten“. Die Grundform steht nach should; das Verb hat hier die Form frame, nicht etwa frames. Ein nützliches Muster ist frame something around something: Man richtet etwas inhaltlich an einem bestimmten Mittelpunkt aus. Beispiel: They framed the discussion around solutions. – „Sie richteten die Diskussion auf Lösungen aus.“ the session bezeichnet hier die Sitzung. session ist ein zählbares Substantiv; der bestimmte Artikel the zeigt, dass eine bestimmte, im Kontext erkennbare Sitzung gemeint ist. Der Plural ist sessions. around systems nennt den inhaltlichen Mittelpunkt, an dem die Sitzung ausgerichtet werden soll. systems ist der Plural von system; er bezeichnet hier mehrere Systeme oder Systeme als allgemeine Kategorie. In der Verbindung mit frame bedeutet around hier „mit … als Schwerpunkt“. rather than stellt eine bevorzugte Alternative gegenüber. Das Muster A rather than B bedeutet „A eher als B“ oder „A statt B“. Es markiert hier den Gegensatz zwischen der Ausrichtung auf Systeme und der Ausrichtung auf Einzelpersonen. Beispiel: Focus on causes rather than symptoms. – „Konzentriere dich eher auf Ursachen als auf Symptome.“ individuals ist der Plural von individual und bezeichnet hier einzelne Personen. Das Wort ist etwas formeller als people; es hebt Personen als einzelne Individuen hervor. In diesem Satz ist individuals der zweite Bezugspunkt des Vergleichs nach rather than. Zusammen ergibt We should frame the session around systems rather than individuals die Bedeutung: „Wir sollten die Sitzung eher auf Systeme als auf Einzelpersonen ausrichten.“ We should gibt die Empfehlung, frame the session around systems nennt die bevorzugte inhaltliche Ausrichtung, und rather than individuals grenzt die alternative Ausrichtung ab. Die Formulierung passt damit zu einer sachlichen Empfehlung, bei der Ursachen oder Strukturen statt einzelner Personen im Mittelpunkt stehen.

  4. That reduces defensiveness and invites more honest discussion.

    Das verringert die Abwehrhaltung und ermöglicht eine ehrlichere Diskussion.

    That
    Das
    reduces
    verringert
    defensiveness
    Abwehrhaltung
    invites
    ermöglicht
    more honest
    ehrlicher
    discussion
    Diskussion
    Ausführliche Erklärung

    That ist hier ein Demonstrativpronomen und verweist im gegebenen Zusammenhang auf den zuvor beschriebenen Ansatz, die Sitzung eher um Systeme als um Einzelpersonen zu organisieren. Als Pronomen steht es selbstständig; als Begleiter vor einem Nomen lautet die Form ebenfalls that, zum Beispiel in that approach („dieser Ansatz“). reduces bedeutet hier „verringert“. Die Grundform ist reduce; reduces ist die Präsensform für die dritte Person Singular: that reduces. Bei anderen Subjekten steht im Präsens meist reduce, zum Beispiel: These changes reduce tension. – „Diese Änderungen verringern die Spannung.“ defensiveness bezeichnet eine Abwehrhaltung, also eine Haltung, in der man sich gegen Kritik oder wahrgenommene Angriffe schützt. Das Wort wird hier als nicht zählbares Substantiv für dieses Verhalten oder diesen Zustand verwendet. Im Satz ist defensiveness das, was verringert wird. invites bedeutet in diesem Zusammenhang „ermöglicht“ oder „schafft Raum für“. Die Grundform ist invite; als Verb kann invite je nach Kontext auch „einladen“ bedeuten, etwa in They invited us to the discussion. – „Sie luden uns zur Diskussion ein.“ Hier bezeichnet es keine Einladung an eine ausdrücklich genannte Person, sondern eine Wirkung des zuvor genannten Ansatzes. invites trägt die dritte Person Singular, weil that das Subjekt ist. more honest ist die Vergleichsform von honest: honest – „ehrlich“, more honest – „ehrlicher“, the most honest – „am ehrlichsten“. More markiert hier einen höheren Grad der Ehrlichkeit; es behauptet nicht, dass die Diskussion vollkommen ehrlich ist. Beispiel: This wording leads to more honest answers. – „Diese Formulierung führt zu ehrlicheren Antworten.“ discussion bedeutet hier „Diskussion“ oder „Gespräch über ein Thema“. In more honest discussion wird es ohne Artikel als Bezeichnung für Diskussion als Gesprächsaktivität verwendet. Als zählbares Substantiv für eine einzelne Diskussion kann es mit Artikel stehen, zum Beispiel a discussion („eine Diskussion“). Zusammen ergeben die Teile: That reduces defensiveness bedeutet, dass der zuvor genannte Ansatz die Abwehrhaltung verringert. and invites more honest discussion fügt eine zweite Wirkung desselben Subjekts hinzu: Er ermöglicht eine Diskussion mit einem höheren Grad an Ehrlichkeit. Die vollständige Bedeutung lautet daher: „Das verringert die Abwehrhaltung und ermöglicht eine ehrlichere Diskussion.“

  5. Could we include examples where reasonable people disagreed?

    Könnten wir Beispiele einbeziehen, in denen vernünftige Menschen unterschiedlicher Meinung waren?

    Could we
    Könnten wir …?
    include
    einbeziehen
    examples
    Beispiele
    where
    in denen
    reasonable
    vernünftig
    people
    Menschen
    disagreed
    unterschiedlicher Meinung sein
    Ausführliche Erklärung

    Could we verbindet das Modalverb could mit dem Subjekt we. Hier ist could nicht einfach eine Aussage über vergangene Fähigkeit, sondern formuliert einen höflichen Vorschlag oder eine vorsichtige Bitte: „Könnten wir …?“ Das Modalverb bleibt bei verschiedenen Subjekten unverändert; das Subjekt zeigt, wer handeln soll. Zum Vergleich: Could they include examples? = „Könnten sie Beispiele einbeziehen?“ include bedeutet hier, etwas in eine Auswahl oder Darstellung aufzunehmen. Nach einem Modalverb steht das Verb in der Grundform: could include, nicht could included. Andere nützliche Formen sind includes bei he/she/it im Präsens und included für die Vergangenheitsform oder das Partizip. Beispiel: The report includes two examples. – „Der Bericht enthält zwei Beispiele.“ examples ist der Plural von example, also „Beispiele“. Die Endung -s markiert hier mehrere Exemplare; der Singular lautet an example. Das unbestimmte an bezeichnet dabei ein einzelnes Beispiel, während examples hier keine bestimmte Zahl festlegt. where leitet hier einen Relativsatz ein, der examples näher beschreibt. In diesem nichtörtlichen Gebrauch bedeutet es „in denen“ oder „bei denen“: Es geht um Beispiele, in denen eine bestimmte Situation vorkommt. Ein ähnliches Muster ist a case where the facts are unclear – „ein Fall, in dem die Fakten unklar sind“. reasonable beschreibt in reasonable people Menschen als vernünftig oder nachvollziehbar urteilend. Das Adjektiv steht vor dem Nomen und bleibt in dieser Form unverändert. Der Vergleich lautet more reasonable, wenn zwei Personen oder Gruppen verglichen werden: a more reasonable explanation – „eine vernünftigere Erklärung“. people ist hier das Pluralnomen „Menschen“; die Singularform ist person. Weil das Nomen pluralisch ist, passt die Formulierung zu mehreren Menschen, ohne eine genaue Anzahl zu nennen. Beispiel: Many people disagree. – „Viele Menschen sind anderer Meinung.“ disagreed ist die Vergangenheitsform von disagree und bedeutet hier, dass die Menschen nicht derselben Meinung waren. Das Verb bildet die Vergangenheit regelmäßig mit -ed: disagree – disagreed. Im Präsens heißt es zum Beispiel reasonable people disagree – „Vernünftige Menschen sind unterschiedlicher Meinung.“ Disagree kann also eine Meinungsverschiedenheit ausdrücken, ohne anzugeben, worüber oder wer am Ende recht hat. Zusammen ergeben include examples und where reasonable people disagreed die Struktur „Beispiele einbeziehen, in denen vernünftige Menschen unterschiedlicher Meinung waren“. Could we macht daraus einen höflichen Vorschlag. Die vollständige Bedeutung lautet daher: „Könnten wir Beispiele einbeziehen, in denen vernünftige Menschen unterschiedlicher Meinung waren?“ Die Formulierung eignet sich besonders für eine gemeinsame Planung oder Diskussion, wenn eine Möglichkeit vorgeschlagen wird.

  6. Those examples would show complexity without creating villains.

    Diese Beispiele würden die Komplexität zeigen, ohne jemanden zum Bösewicht zu machen.

    Those
    diese
    examples
    Beispiele
    would
    würde
    show
    zeigen
    complexity
    Komplexität
    without
    ohne
    creating
    erschaffen; machen
    villains
    Bösewichte
    Ausführliche Erklärung

    Those ist hier ein Demonstrativpronomen beziehungsweise ein demonstrativer Begleiter im Plural. Zusammen mit examples verweist es auf bestimmte, im Gespräch gemeinte Beispiele; die deutsche Übersetzung macht daraus „diese“. examples ist der Plural von example („Beispiel“). Der Singular steht nach an: an example; der Plural lautet examples. Ein wiederverwendbares Muster ist These examples show ... – „Diese Beispiele zeigen ...“. would ist hier die Form von will, die eine hypothetische oder vorgeschlagene Folge ausdrückt: Die Beispiele würden etwas zeigen. In diesem Gebrauch bezeichnet would nicht einfach vergangene Zeit. Zum Vergleich: will show = „wird zeigen“ (als erwartete Zukunft), would show = „würde zeigen“ (unter einer vorgestellten oder vorsichtig formulierten Bedingung). show ist hier die Grundform nach would und bedeutet „zeigen“. Nach Modalverben wie would, can oder should steht das Vollverb ohne to: would show, nicht would shows oder would to show. In Those examples would show ... ist show auf das pluralische Subjekt Those examples bezogen; die Form selbst erhält dabei keine besondere Pluralendung. complexity ist ein nicht zählbares Substantiv für „Komplexität“, also die Eigenschaft, aus vielen miteinander verbundenen oder schwierigen Aspekten zu bestehen. Es steht hier ohne Artikel, weil allgemein die betreffende Komplexität gemeint ist. Ein zählbares verwandtes Substantiv wäre etwa a complication für „eine Komplikation“, aber das ist nicht dieselbe Bedeutung. without leitet eine Verneinung oder Abwesenheit ein und bedeutet „ohne“. Vor einem Verb steht häufig die -ing-Form: without creating ... = „ohne ... zu machen/zu erzeugen“. Das ist hier keine selbstständige Zeitform, sondern eine verkürzte Konstruktion. creating ist die -ing-Form von create („erschaffen“, „erzeugen“). Nach without bezeichnet sie die Handlung, die ausbleibt. In der festen Aussage geht es sinngemäß darum, niemanden zum Bösewicht zu machen; create bezieht sich hier also nicht auf das Herstellen eines Gegenstands, sondern auf das Erzeugen einer bestimmten Rollen- oder Figurenzeichnung. Das Muster without creating ... ist auch allgemein wiederverwendbar, zum Beispiel: She explained the issue without creating confusion. – „Sie erklärte das Problem, ohne Verwirrung zu stiften.“ villains ist der Plural von villain, „Bösewicht“. Nach creating ist es das Objekt der Handlung: Etwas würde keine Bösewichte erzeugen beziehungsweise niemanden als Bösewicht darstellen. Der Singular ist a villain; der Plural hat die Endung -s. Die Übersetzung „jemanden zum Bösewicht zu machen“ gibt die beabsichtigte Bedeutung dieser Aussage natürlich wieder. Zusammen ergeben die Teile: Those examples bezeichnet die gemeinten Beispiele, would show complexity sagt, dass sie Komplexität sichtbar machen würden, und without creating villains schränkt das näher ein: Sie würden dies tun, ohne dabei jemanden zum Bösewicht zu machen. Die vollständige Bedeutung lautet daher: „Diese Beispiele würden die Komplexität zeigen, ohne jemanden zum Bösewicht zu machen.“

  7. I want participants to practice disagreement constructively.

    Ich möchte, dass die Teilnehmenden üben, konstruktiv zu widersprechen.

    I want
    ich möchte
    participants
    Teilnehmende
    practice
    üben
    disagreement
    Widerspruch
    constructively
    konstruktiv
    Ausführliche Erklärung

    I want enthält want in der Grundform. Das Subjekt I steht in der ersten Person Singular; im Präsens erhält want hier keine zusätzliche Endung. Das Muster I want + Person + to + Verb bedeutet, dass die sprechende Person möchte, dass diese Person etwas tut. Beispiel: I want them to listen. – „Ich möchte, dass sie zuhören.“ Nach want steht hier also nicht der Wunsch der Teilnehmenden, sondern der Wunsch der sprechenden Person. participants ist der Plural von participant, „Teilnehmende“ beziehungsweise „Personen, die teilnehmen“. Die Pluralform endet auf -s; die Singularform ist participant. Die feste Übersetzung bestätigt hier die geschlechtsneutrale Bedeutung „die Teilnehmenden“. Beispiel: The participants ask questions. – „Die Teilnehmenden stellen Fragen.“ practice steht in der Grundform, weil es in der Konstruktion want + Person + to + Verb nach to folgt. Als Verb bedeutet practice hier „üben“, also eine Tätigkeit wiederholt ausführen, um sie zu entwickeln. Beispiel: They practice speaking clearly. – „Sie üben, klar zu sprechen.“ disagreement ist ein Nomen und bedeutet hier „Widerspruch“ oder „Uneinigkeit“: das Nichtübereinstimmen mit einer anderen Position. Es ist von disagree zu unterscheiden: disagree ist das Verb „nicht übereinstimmen / widersprechen“, während disagreement die Uneinigkeit als Nomen bezeichnet. Beispiel: Disagreement can be useful. – „Uneinigkeit kann nützlich sein.“ constructively ist ein Adverb. Es beschreibt, auf welche Weise das Üben des Widerspruchs stattfinden soll: konstruktiv, also auf eine aufbauende und hilfreiche Art. Das zugehörige Adjektiv ist constructive; die Endung -ly bildet hier das Adverb. Beispiel: They respond constructively. – „Sie reagieren konstruktiv.“ Zusammengenommen ergibt I want participants to practice disagreement constructively die Struktur „Ich möchte, dass die Teilnehmenden üben, konstruktiv zu widersprechen.“ I bezeichnet die sprechende Person als Träger des Wunsches; participants sind die Personen, die üben sollen; to practice benennt die gewünschte Tätigkeit, disagreement bezeichnet den Gegenstand des Übens, und constructively legt dessen Art fest. Die Formulierung eignet sich für eine sachliche Beschreibung eines Lernziels.

  8. Then we need clear rules for evidence and tone.

    Dann brauchen wir klare Regeln für Belege und den Gesprächston.

    Then
    Dann
    need
    brauchen
    clear
    klar
    rules
    Regeln
    evidence
    Belege
    tone
    Gesprächston
    Ausführliche Erklärung

    Then bedeutet hier „dann“ und stellt den nächsten Schritt in der Argumentation her. Es kann auch einen Zeitpunkt in einer Abfolge bezeichnen: „First we listen; then we respond.“ – „Zuerst hören wir zu; dann antworten wir.“ need ist die Grundform von need; mit we steht sie im Präsens ohne Endung. Die Form needs gehört zu he, she oder it: We need time. – „Wir brauchen Zeit.“ / She needs time. – „Sie braucht Zeit.“ Hier drückt we need einen gemeinsamen Bedarf aus, nicht bloß einen Wunsch. clear bedeutet hier „klar“ im Sinn von verständlich und eindeutig. Die Vergleichsformen sind clear, clearer, clearest: These rules are clearer. – „Diese Regeln sind klarer.“ Das Adjektiv beschreibt in diesem Satz rules. rules ist der Plural von rule, „Regel“. Eine einzelne Regel heißt a rule, mehrere heißen rules: A rule can help; clear rules help more. – „Eine Regel kann helfen; klare Regeln helfen mehr.“ Der Plural passt hier zu der nicht näher festgelegten Mehrzahl von Regeln. evidence bedeutet „Belege“ oder „Beweismaterial“. Es wird im Englischen häufig als nicht zählbares Substantiv verwendet: We need evidence. – „Wir brauchen Belege.“ Für einzelne zählbare Elemente kann man je nach gemeinter Einheit etwa a piece of evidence sagen; evidence selbst erhält dabei nicht einfach eine Pluralendung. tone bedeutet hier „Gesprächston“, also die Art und Weise, wie etwas sprachlich klingt oder vermittelt wird. Das Substantiv ist zählbar: a respectful tone und different tones bedeuten „ein respektvoller Ton“ und „verschiedene Töne beziehungsweise Gesprächsweisen“. In diesem Satz ist mit tone der relevante Ton der Kommunikation gemeint. Zusammen ergeben Then we need („Dann brauchen wir“) und clear rules for evidence and tone („klare Regeln für Belege und den Gesprächston“) die Aussage: „Dann brauchen wir klare Regeln für Belege und den Gesprächston.“ Die Präposition for verbindet die Regeln mit den beiden Bereichen, auf die sie sich beziehen: evidence und tone. Der Satz formuliert damit einen nächsten gemeinsamen Bedarf im Zusammenhang mit konstruktivem Widerspruch.

Grammatikpunkte

be + past participle

Individuals were blamed for past decisions.

Indiwidschuəlz wör bleimd for päst disischens.

Einzelpersonen wurden für frühere Entscheidungen verantwortlich gemacht.

Mit be + Partizip Perfekt wird das Passiv gebildet: Die Handlung steht im Vordergrund, nicht die handelnde Person.

verb + adverb ending in -ly

Participants disagreed constructively.

Partissipants disägriid konstraktiwli.

Die Teilnehmenden waren konstruktiv unterschiedlicher Meinung.

Das Adverb constructively beschreibt, wie die Teilnehmenden widersprachen; es steht nach dem Verb.

Englisch Vokabeln

blamed Verb
bleimd verantwortlich gemacht

Resistance is likely if they feel blamed for past decisions.

challenges Verb
tschällendschis infrage stellen; herausfordern

Some participants may resist because the topic challenges existing habits.

decisions Substantiv
disischens Entscheidungen

Resistance is likely if they feel blamed for past decisions.

existing Adjektiv
igsisting bestehend

Some participants may resist because the topic challenges existing habits.

frame Verb
freim gestalten; einordnen

We should frame the session around systems rather than individuals.

habits Substantiv
häbits Gewohnheiten

Some participants may resist because the topic challenges existing habits.

likely Adjektiv
laikli wahrscheinlich

Resistance is likely if they feel blamed for past decisions.

participants Substantiv
partissipants Teilnehmende

Some participants may resist because the topic challenges existing habits.

past Adjektiv
päst früher; vergangen

Resistance is likely if they feel blamed for past decisions.

resist Verb
risist sich widersetzen

Some participants may resist because the topic challenges existing habits.

resistance Substantiv
risistens Widerstand

Resistance is likely if they feel blamed for past decisions.

topic Substantiv
toppik Thema

Some participants may resist because the topic challenges existing habits.

Quiz

Rechtschreibung

Tippe auf die Buchstaben, um das Wort zu buchstabieren.

infrage stellen; herausfordern

Antwort zeigenchallenges

wahrscheinlich

Antwort zeigenlikely

verantwortlich gemacht

Antwort zeigenblamed

Thema

Antwort zeigentopic